Magnetische Gitter sind nur ein Teil der Belastung
Der deutsche Arzt Ernst Hartmann begann 1949 in seiner Praxis in Eberbach, wiederkehrende Beschwerden seiner Patienten mit den Orten zu vergleichen, an denen sie schliefen und sich lange aufhielten. 1954 beschrieb er ein regelmäßiges Globalgitternetz; 1964 veröffentlichte er seine Forschungen unter dem Titel Krankheit als Standortproblem.
Ausgangspunkt war eine ärztliche Beobachtung. Hartmann war nach eigener Darstellung aufgefallen, dass sich ungünstige Krankheitsverläufe an bestimmten Betten zu wiederholen schienen. Später verglich er in seiner Praxis nicht nur Diagnosen und Behandlungen, sondern auch die genaue Lage der Schlafplätze. Veränderte sich das Befinden, nachdem ein Bett an eine andere Stelle gerückt worden war, sprach er von einer Ortswechselreaktion.
Um solche Stellen räumlich zu lokalisieren, arbeitete Hartmann zunächst radiästhetisch mit der Wünschelrute. Gleichzeitig versuchte er, die markierten Bereiche auch technisch zu untersuchen. Er verglich unter anderem die elektrische Leitfähigkeit von Boden und Luft, die örtliche Magnetfeldstärke und die UKW-Feldstärke. Später wurden zusätzlich Gamma- und andere Strahlungsmessungen durchgeführt. Ein allgemein anerkannter physikalischer Nachweis des Gitters entstand daraus nicht. Für die geobiologische Praxis entwickelte sich jedoch ein System, mit dem auffällige Orte wiederholt gesucht und miteinander verglichen werden konnten.
Aus diesen Untersuchungen entstand das Modell des später nach ihm benannten Hartmann-Gitters. Es besteht aus schmalen Reizstreifen, die ungefähr in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung verlaufen. In Mitteleuropa werden Abstände von etwa zwei beziehungsweise zweieinhalb Metern beschrieben. Hartmann verstand sie nicht als Linien auf dem Fußboden, sondern als senkrechte Zonen, die aus dem Untergrund aufsteigen und auch Gebäude und Geschosse durchdringen.
Wo sich ein Nord-Süd- und ein Ost-West-Streifen schneiden, entsteht ein Gitterkreuzungspunkt. Dort überlagern sich zwei räumliche Einflüsse. Trifft derselbe Punkt zusätzlich auf unterirdisch fließendes Wasser, eine geologische Verwerfung oder ein technisches Feld, kann die Kreuzung weitere Belastungen verstärken.
Mit empfindlicheren Messverfahren wurden in der Geobiologie später weitere regelmäßige Strukturen und lokale Feldunterschiede beschrieben. Für die praktische Beurteilung ist jedoch weniger der Name eines einzelnen Gitters entscheidend als die Frage, welche Einflüsse an einem bestimmten Punkt gleichzeitig zusammentreffen.
Wer einen solchen Bereich nur durchquert, verlässt ihn nach wenigen Sekunden wieder. Am Schlafplatz ist die Situation grundlegend anders. Dort bleibt der Körper jede Nacht über viele Stunden nahezu unbeweglich an derselben Stelle. Aus einem kurzen Kontakt wird eine regelmäßig wiederkehrende Einwirkung.
Hartmann empfahl häufig, das Bett aus einem Kreuzungsbereich zu verschieben. Dadurch ließ sich die Wirkung eines einzelnen Gitterknotens möglicherweise verringern. Die gesamte Situation des Schlafplatzes wurde damit jedoch nicht gelöst.
In einem gewöhnlichen modernen Gebäude wirken an derselben Stelle meist mehrere Faktoren zusammen. Dazu können weitere Erdgitter, unterirdisch fließendes Wasser, geologische Verwerfungen, elektrische Leitungen und Geräte, Funk- und Mobilfunkfelder, Hochspannungsleitungen sowie Einflüsse aus der unmittelbaren Umgebung des Hauses gehören. Hinzu kommt die räumliche Ordnung des Gebäudes selbst, das im westlichen Raum nur selten nach den Grundprinzipien des Vastu geplant wurde.
Ein Gitterkreuzungspunkt ist deshalb nicht immer die alleinige Ursache. Er kann vorhandene Belastungen bündeln und verstärken. Wird das Bett um einen halben oder einen ganzen Meter verschoben, verlässt der Körper möglicherweise diesen einen Knoten. Die übrigen Einflüsse bleiben jedoch bestehen und können sich an der neuen Position in anderer Form überlagern.
Die Suche nach einem vollkommen unbelasteten Platz führt in einer bestehenden Wohnung daher selten zu einer tragfähigen Lösung. Entscheidend ist nicht, innerhalb desselben Zimmers immer weiter nach einer vermeintlich freien Stelle zu suchen, sondern den tatsächlich genutzten Schlafplatz gegenüber der Gesamtheit der einwirkenden Faktoren zu schützen.
In meiner Arbeit geschieht dies mit vier präzise gesetzten Marmorelementen. Sie werden entsprechend den Himmelsrichtungen, der räumlichen Situation und den festgestellten Einflüssen um den Schlafplatz angeordnet. Zusammen bilden sie einen geschlossenen Korrekturrahmen, der den Bereich, in dem der Körper während der Nacht ruht, gegenüber den unterschiedlichen äußeren und geobiologischen Einwirkungen abgrenzt und schützt.
Damit wird nicht nur ein einzelner Gitterknoten behandelt. Es entsteht eine geschützte Zone für den Schlafplatz als Ganzes — auch dort, wo sich die Bauweise des Hauses, der Untergrund und die technischen Einflüsse nicht verändern lassen.