Für mich war Prabhat nicht nur mein Lehrer in der Vastu-Geobiologie.
Wir führten viele lange Gespräche zu zweit – über die Ordnung der Welt, über Bewusstsein, über die Entwicklung der Seele und darüber, welchen Platz dieses materielle Leben in einem viel größeren Zusammenhang hat.
Prabhat war tief von Sri Aurobindo und der Mutter geprägt. So habe ich ihn in unseren Gesprächen verstanden: Die Seele beginnt und endet nicht mit einem einzelnen Leben. Das materielle Dasein ist wichtig, aber es ist nicht das Ganze. Es ist Teil eines Entwicklungsweges, der weit über das hinausreicht, was wir in einem einzigen Leben überblicken können.
Gleichzeitig war Prabhat kein Mensch, der sich mit einer geistigen Vorstellung zufriedengab. Schon früh machte er innere Erfahrungen, in denen sich ihm Zusammenhänge mit großer Klarheit und Geschlossenheit zeigten. Später wurde daraus eine lebenslange Suche: das, was zunächst als Erfahrung oder unmittelbare Erkenntnis da war, zu verstehen, zu erforschen und in der Wirklichkeit zu überprüfen.
Gerade diese Verbindung hat mich an ihm tief beeindruckt: eine sehr weite geistige Sicht und zugleich die Bereitschaft, genau hinzusehen, zu lernen, zu prüfen und immer wieder neu zu fragen.
Unsere Gespräche haben mich deshalb weit über meine Arbeit mit Räumen hinaus geprägt. Sie gehören zu den tiefsten Gesprächen meines Lebens.
Ich bin dankbar, dass ich Prabhat nicht nur als Lehrer, sondern auch als Gesprächspartner erleben durfte.