ÜBER STANISLAV MOSALOV

Mein Weg zur Vastu-Geobiologie

Mein Weg zur Vastu-Geobiologie ist nicht aus einer einzigen Ausbildung entstanden. Er führt von Ingenieurwesen und Unternehmertum über einen tiefen spirituellen Neubeginn bis zur persönlichen Ausbildung bei Dr. Prabhat Poddar.
ANANDA

Yogananda wurde mein Guru. Ananda meine geistige Familie.

2006, in einer schweren Krise meines Lebens, fand ich Paramhansa Yogananda. Ich wusste sehr schnell: Ich hatte meinen Guru gefunden. Von da an wurde dieser Weg zum wichtigsten Teil meines Lebens.

2009 begegnete ich in Ananda Assisi Swami Kriyananda, einem direkten Schüler Yoganandas und dem Gründer von Ananda. Unser persönliches Gespräch veränderte den weiteren Verlauf meines Lebens. Auf seinen Rat ging ich nach Ananda Village und später nach Pune. Von da an gehörten Ananda und das Dienen in dieser Gemeinschaft zu meinem Leben.
Wann immer es möglich war, versuchte ich dort zu sein, wo Swamiji gerade war – in Kalifornien oder in Indien. Besonders in den letzten anderthalb Jahren seines Lebens war es mir wichtig, möglichst viel von ihm zu hören, seine Satsangs zu erleben und einfach in seiner Nähe zu sein.

In Ananda Village erhielt ich die Einweihung in Kriya Yoga, wurde zum Ananda-Yoga- und Meditationslehrer ausgebildet und begann den Course on Discipleship, den ich später in Ananda Assisi als Il Sentiero del Discepolato abschloss. Ich half dort, wo Hilfe gebraucht wurde, unterrichtete in Pune und Rishikesh Yoga und Meditation und organisierte selbst Retreats und Programme in Russland und Indien.
DR. PRABHAT PODDAR

Bei Prabhat lernte ich, Räume anders zu sehen

Dann begegnete ich Dr. Prabhat Poddar. Bei ihm wurde aus meinem Interesse an Raum, Energie und Vastu eine konkrete Ausbildung.

Drei Jahre lang lernte ich bei Prabhat in Russland, Indien und Italien. Es ging dabei nicht einfach um Regeln des klassischen Vastu. Er verband Architektur mit Geobiologie und betrachtete den Menschen, das Gebäude und den Ort als ein zusammenhängendes Ganzes.

Was mich an ihm besonders geprägt hat, war diese Art zu sehen: nicht vorschnell zu erklären, sondern genau hinzuschauen, Zusammenhänge zu erkennen und den konkreten Raum ernst zu nehmen.

Aus dieser persönlichen Schule ist die Grundlage meiner heutigen Arbeit mit bestehenden Wohnungen und Häusern entstanden.
INGENIEUR & KYBERNETIK

Ich habe gelernt, in Zusammenhängen zu denken

Mein erster beruflicher Weg war ein ganz anderer. Ich studierte an der heutigen Universität für Wissenschaft und Technologie MISIS Ingenieurwesen mit Spezialisierung auf Kybernetik. Mathematik, Systeme, Wechselwirkungen und die Frage, wie einzelne Teile ein Ganzes beeinflussen, gehörten zu meinem täglichen Denken.

Später arbeitete ich viele Jahre als Unternehmer und Berater. Auch dort ging es immer wieder darum, komplexe Situationen zu verstehen, Wesentliches von Nebensächlichem zu trennen und praktikable Lösungen zu finden.

Diese Art zu denken habe ich nie abgelegt. Auch heute interessiert mich nicht eine einzelne Regel oder ein isoliertes Phänomen, sondern das Zusammenspiel: Mensch, Raum, Gebäude und Ort.
HEUTE

Mit den Jahren bin ich vorsichtiger mit schnellen Antworten geworden

Je länger ich mich mit Menschen und Räumen beschäftige, desto weniger interessieren mich fertige Erklärungen.

Ich möchte verstehen, was an einem konkreten Ort tatsächlich geschieht. Was lässt sich beobachten? Was verändert sich, wenn man etwas korrigiert? Und was bleibt unverändert? Auch eine überlieferte Regel ist für mich keine Antwort, solange ich ihren Zusammenhang nicht verstanden habe.

Vielleicht ist mir deshalb bis heute die Neugier wichtiger geblieben als die Gewissheit. Ich lerne weiter, beobachte weiter und korrigiere auch meine eigenen Vorstellungen, wenn die Erfahrung etwas anderes zeigt.